Alpine Sicherheit

Für den Tiroler Skilehrerverband ist die Gewährleistung der Sicherheit der Gäste der Tiroler Skischulen von größter Wichtigkeit. Das Ausbildungswesen des Tiroler Skilehrerverbandes setzt daher die oberste Priorität in eine umfassende Sicherheits- und Alpinausbildung der Tiroler Schneesportlehrer.

Alpinausbildung

Das Fahren abseits von Pisten im freien Skigebiet wird immer beliebter, wie beispielsweise das Freeriden oder Skitourengehen.  Für die Skischulen stellt diese Entwicklung eine Herausforderung dar. Die Schneesportlehrer übernehmen dabei eine große Verantwortung für ihre Gäste. Um unsere Schneesportlehrer hiefür bestmöglich vorbereiten und ausbilden zu können, ist eine ständige Anpassung der Lehrpläne nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erforderlich. Der Tiroler Skilehrerverband arbeitet hierbei mit allen Experten und den maßgeblichen Organisationen des Landes Tirol eng zusammen.



 Die Alpinausbildung wächst mit der skitechnischen Ausbildung mit. Im Ausbildungsmodul „Anwärter“ werden Grundkenntnisse der Schnee und Lawinenkunde sowie der Verschüttetensuche vermittelt. Der Schneesportlehrer mit der Ausbildungsstufe „Anwärter“ ist nur zum Unterricht im organisierten Skiraum berechtigt.

 Im Zuge der Landeski- bzw. Snowboardlehrerausbildung muss ein siebentägiger Alpinkurs besucht und positiv abgeschlossen werden. Das Hauptaugenmerk beim Fahren abseits gesicherter Pisten gilt neben einer soliden Führungstechnik und Taktik der subjektiven Beurteilung einzelner Hänge. In diesem Kurs werden die Komplexität sowie die Unwägbarkeiten der Schneedecke vermittelt. Mit den Fächern Orientierung, Wetterkunde und Alpine Gefahren in Theorie und Praxis sowie einer umfassenden Ausbildung in Kameraden als auch organisierter Rettung wird dem Landesskilehrer / Snowboardlehrer das nötige Rüstzeug mitgegeben.

Beim Alpinkurs der Diplomskilehrerausbildung/staatliche Skilehrerausbildung bzw. Diplomsnowboardlehrerausbildung werden all diese Themen weiter intensiviert und auch eine Einführung in den Tourenskilauf absolviert.
Weitere Info: www.snowsportaustria.at/ausbildung/diplom-staatlicher-skilehrer

Die höchste erreichbare Alpinausbildung im Skilehrwesen stellt die Ski-/Snowboardführerausbildung dar.
Weitere Info: www.snowsportaustria.at/ausbildung/ski-und-snowboardfuehrer

FIS Regeln

VERHALTENSREGELN FÜR SKIFAHRER & SNOWBOARDER

  1. Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.

  2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

  3. Wahl der Fahrspur
    Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass der vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet wird.

  4. Überholen
    Überholt werden darf von oben oder von unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit dem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

  5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

  6. Anhalten
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

  7. Aufstieg und Abstieg
    Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

  8. Beachten der Zeichen
    Ein Skifahrer oder Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.

  9. Hilfeleistung
    Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.

  10. Ausweispflicht
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.


Sicherheit ist unser oberstes Gebot,

deshalb haben wir in Kooperation mit dem Amt der Tiroler Landesregierung (Lawinenkommissionsangelegenheiten) ein neues Lehrbuch "Alpine Sicherheit" herausgebracht.
Es werden darin alle lawinenkundlichen sowie wichtige führungstechnische Aspekte und die neusten Erkenntnisse aus dem Rettungsmanagement behandelt.

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